Dielen - ein alter Fußbodenbelag in modernen Räumen
Dielen eignen sich sowohl als Fußbodenoberfläche als auch als Untergrund für ein anderes Material. Sie sind die älteste heute noch benutzten Form des Holzfußbodens. Die dazu verwandten Vollholz-Elemente werden meistens aus einem Stück von der Länge des gesamten Raumes gefertigt. Neben den massiven Holzelemente, die in ihrer Gestaltung die unterschiedlichsten Variationen aufweisen, können sie heute auch mehrlagig aufgebaut sein. Entscheidender Vorteil des Dielenfußbodens sind die fehlenden Fugen des Bodenbelags. Die Vielfalt der Holzarten bezüglich Maserung und Farbe trägt zusätzlich zur Popularität dieses Materials bei. Außerdem handelt es sich um ein natürliches Material.
Das Verlegen
Der Fußboden kann selbst von Laien problemlos verlegt werden. Die Verbindung zwischen den einzelnen Holzelementen beruht fast immer auf dem Prinzip von Nut und Feder, wobei die Verbindungsstücken in der Regel aus Hartholz bestehen. Dennoch sollten beim Verlegen einige Hinweise beherzigt werden, denn die Dielen sollten immer längs zu den Fenstern verlegt werden. Dadurch kommen auch bei Lichteinfall die Fugen nicht so stark zur Geltung. Die Dielen dürfen nicht direkt an die Zimmerwand angrenzen, damit die Schallübertragung auf andere Räume verhindert wird.
Massive und mehrschichtige Dielen
Bei den alten Holzbalkendecken wurden die Dielenbretter, direkt auf die Deckenbalken genagelt oder geschraubt. Damit dienten sie gleichzeitig als tragende Elemente und Fußbodenoberfläche. Diese statische Platte sollte zusätzlich die gesamte Konstruktion stabilisieren. Daraus ergab sich jedoch ein entscheidender Nachteil, mit dem unmittelbar eine Minderung der Wohnqualität einher ging, denn die Schallübertragung setzte sich durch das ganze Haus fort. Deshalb werden Balken und die Decke aus Dielen mittlerweile durch unterschiedlichste Dämmmaterialien voneinander entkoppelt. Mehrschichtige Dielenbretter werden heutzutage mittels Klebstoff auf Estrich oder Beton befestigt.
Materialien für Dielen
Inzwischen werden in erster Linie Nadelhölzer für Dielen verwendet. Typischerweise kommen Fichte und Kiefer zum Einsatz, die jedoch aufgrund der Weichheit für starke Beanspruchung weniger geeignet sind. Härtere Hölzer wie Rotbuche, Eiche, Esche und Ahorn sind wesentlich robuster. Hartholzdielen sind allerdings weniger verbreitet, weil die diese Holzarten eher für Parkettfußböden benutzt werden. Dielen sind auch als Untergrund für andere Fußbodenarten denkbar, denn Parkett oder Laminat kann problemlos darauf verlegt werden.